KiRo ist ein vollständig autonom spielender Tischfußball-Roboter: Durch eine Kamera erfasst KiRo das Spielfeld und entscheidet in Abhängigkeit von der aktuellen Spielsituation, wie sich die von ihm kontrollierten Stangen bewegen sollen. KiRo wird am Institut für Informatik der Universität Freiburg entwickelt und dient der Grundlagenforschung in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz.
Bei der Arbeit mit KiRo werden Erkenntnisse in einer Reihe von Forschungsgebieten gewonnen. Hierzu zählen unter anderem die Gebiete Sensorverarbeitung, Regeltechnik, Autonome Systeme, Handlungsplanung und maschinelles Lernen. Erkenntnisse und Ergebnisse werden in Veröffentlichungen der gesamten Forschergemeinschaft zugänglich gemacht. Das langfristige Ziel ist die Entwicklung von Verfahren, die auch in anderen Bereichen, wie z.B. Servicerobotik oder Katastrophenschutz, angewandt werden können.
KiRo bietet die Möglichkeit des direkten Vergleichs alternativer Forschungsansätze, z.B. im Rahmen von Wettbewerben, bei denen zwei Tischfußball-Roboter gegeneinander spielen. Eine solche Evaluation verschiedener Systeme kann den Forschern wichtige Aufschlüsse über die von ihnen entwickelten Verfahren geben.

Im Bereich der Lehre dient KiRo als Gegenstand für die Ausbildung von Studenten, die ihre Kenntnisse in den Forschungsschwerpunkten vertiefen und praktisch erproben wollen.

KiRo macht den Stand der Forschung in Robotik und Künstlicher Intelligenz erlebbar und der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Interessierte können sich über grundlegende Fragestellungen informieren und erfahren, welche Verfahren in der Praxis angewandt werden.

Nicht zuletzt könnte KiRo als intelligentes Spielgerät ein ansprechender Zeitvertreib werden, oder sportlich engagierten Kickerspielern gar als Trainingspartner dienen.

KiRo wurde in Kooperation mit der Firma adp Gauselmann zu einem marktreifen Produkt weiterentwickelt. Seit Januar 2005 ist KiRo unter dem Namen StarKick kommerziell erhältlich.