Perspektiven eines Universitätsstudiums
Informatik kann man sowohl an einer Universität als auch an einer Fachhochschule oder Berufsakademie studieren. Der wichtigste strukturelle Unterschied besteht dabei in der stärkeren Ausrichtung der Fachhochschulen und Berufsakademien auf die berufliche Praxis, während an der Universität eine breite wissenschaftliche Ausbildung sowie die Vermittlung der theoretischen und methodischen Grundlagen des Fachs im Vordergrund stehen. Das geht in der Informatik nicht ohne ein gehöriges Maß an Mathematik, legt aber zugleich den Grundstein für eigenständige wissenschaftliche Forschung, auf die nach einem überdurchschnittlichen Bachelorexamen besonders das Masterstudium vorbereitet, an das man eine Promotion anschließen kann. Wer also ein ausgeprägtes wissenschaftliches Interesse hat und sich insbesondere die Option auf eine Promotion offen halten möchte, ist an der Universität am besten aufgehoben.
Das universitäre Studium bietet viele Freiheiten und Wahlmöglichkeiten, fordert dabei aber gleichzeitig ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Selbstverantwortung. Diese Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind genau die Eigenschaften, die künftige Arbeitgeber an Universitätsabsolventen schätzen. Im abstrakten und analytischen Denken sind sie in der Regel besser ausgebildet als die Absolventen praktisch ausgerichteter Studiengänge einer FH oder BA. Universitäre Studiengänge bereiten damit zwar weniger direkt auf bestimmte berufliche Tätigkeiten vor, sie versetzen ihre Absolventen aber in die Lage, sich mit fundierten Kenntnissen jederzeit in die unterschiedlichsten beruflichen Bereiche einarbeiten zu können.