Warum Informatik studieren?
Die moderne Informationsgesellschaft ist ohne die Informatik nicht mehr denkbar. Von Maschinenbau über Betriebswirtschaft, Medizin, Biologie, Sprachverarbeitung, Psychologie bis hin zur Soziologie und Archäologie – alle Wissenschaften brauchen heute die Informatik zur Auswertung ihrer Daten. Die Wissenschaft, Informationen mittels Computerprogrammen zu verarbeiten, liefert dabei die Grundlagen für Internet und Mobilfunk, für Fluglinien und finanzielle Transaktionen, für funktionierende DVD-Player, Fernseher und Automobile – kurz: für eine funktionierende Welt. Durch die Angrenzung an viele unterschiedliche Fachgebiete beispielsweise von der Soziologie über Wirtschaft zur Medizin entstehen Praxisbezüge, die das Fach so spannend machen und Informatikern ständig wachsende Einsatzbereiche eröffnen. Daher bietet die Informatik als zukunftsorientierte Disziplin ausgezeichnete Perspektiven für Absolventen.
Studienanfänger sollten eine ordentliche Portion Neugierde mitbringen, Spaß am analytischen Denken, am Lösen schwieriger Probleme, an Blicken über den fachlichen Tellerrand und an der Arbeit im Team haben. Denn geistige Flexibilität und Kreativität sind beim Entwickeln immer wieder neuer analytischer Konzepte für wechselnde Anwendungsbereiche unabdingbar. Wer abstraktes Denken etwa im Mathematik- oder Physikunterricht trainiert hat und Freude daran hatte, mathematische Methoden in der Praxis anzuwenden, ist in der Informatik bestimmt gut aufgehoben. Denn es geht in der Informatik eben nicht um bloßes Programmieren, sondern immer um die praktische Umsetzung von Lösungen, die mit Computern erarbeitet wurden.
Trotzdem werden Informatiker oft als weltfremd vor sich hin rechnende Wesen gesehen, wie es der Mathematiker Albrecht Beutelspacher in einem amüsanten Dialog zwischen einem Mathematiker und seiner neuen Bekannten beschreibt: "Mathematik ist voller Schönheiten", ereifere ich mich, "enthält Kulturleistungen ersten Ranges und hat viele praktische Anwendungen." "Das mag ja alles sein", werde ich gebremst, "aber das weiß doch niemand. Kein Mensch weiß, was die Mathematiker eigentlich treiben, was Mathematik ist und was sie uns nützt. (...) Ihr Mathematiker habt die Pflicht, uns zu erklären, was ihr macht. Nicht alles, aber doch so viel, daß wir anderen ein bißchen was verstehen. Das kann doch nicht so schwer sein." (Albrecht Beutelspacher: "In Mathe war ich immer schlecht ..."; Vieweg Verlag 2001, S. vi) Das ist auch nicht so schwer:
Die Informatik ermöglicht zum Beispiel das Experimentieren in einem virtuellen Labor, in dem Szenarien durchgespielt werden können, die sich dem physischen Experiment verschließen: Landungen auf fremden Planeten, Schnitte durch lebende Wesen zur Diagnose oder zur Vorbereitung von Operationen, Bevölkerungsentwicklungen unter verschiedenen Voraussetzungen, Auswirkungen von Katastrophen technischer oder natürlicher Art, etwa den Ausfall von Steuerungen in Energiesystemen, Erdbeben oder Tankerunfälle. Für die einen sind solche Möglichkeiten Grund zur Euphorie, andere warnen vor zu viel Glaube an das Machbare ohne Abschätzung der Folgen. Die gesellschaftliche Verantwortung der Informatiker als unmittelbar an diesen Prozessen Beteiligte ist in jedem Fall deutlich gestiegen, und sie nimmt weiterhin zu.
Neben der falschen Gleichsetzung von Informatik mit reiner Programmierarbeit sieht ein weiteres oft gehörtes Vorurteil den typischen Informatiker als nächtelang einsam vor dem Computer hockenden Hacker. Das ist natürlich Unsinn, aber leider mit ein Grund für den immer noch niedrigen Frauenanteil unter den Studierenden. Dabei ist das Studium gleichermaßen für Männer und Frauen geeignet, und in unserer modernen, von der Informatik stark geprägten Gesellschaft ist es besonders wichtig und unserem Institut ein besonderes Anliegen, dass immer mehr Frauen bei der Entwicklung von Technologien und Anwendungen mitwirken. Dass sie dabei bis in die höchsten Führungspositionen kommen können, zeigt das Beispiel von Monika Henzinger, die lange Zeit Forschungsdirektorin bei Google war und seit 2004 eine Professur an der EPFL in Lausanne inne hat.
Studienanfänger sollten eine ordentliche Portion Neugierde mitbringen, Spaß am analytischen Denken, am Lösen schwieriger Probleme, an Blicken über den fachlichen Tellerrand und an der Arbeit im Team haben. Denn geistige Flexibilität und Kreativität sind beim Entwickeln immer wieder neuer analytischer Konzepte für wechselnde Anwendungsbereiche unabdingbar. Wer abstraktes Denken etwa im Mathematik- oder Physikunterricht trainiert hat und Freude daran hatte, mathematische Methoden in der Praxis anzuwenden, ist in der Informatik bestimmt gut aufgehoben. Denn es geht in der Informatik eben nicht um bloßes Programmieren, sondern immer um die praktische Umsetzung von Lösungen, die mit Computern erarbeitet wurden.
Trotzdem werden Informatiker oft als weltfremd vor sich hin rechnende Wesen gesehen, wie es der Mathematiker Albrecht Beutelspacher in einem amüsanten Dialog zwischen einem Mathematiker und seiner neuen Bekannten beschreibt: "Mathematik ist voller Schönheiten", ereifere ich mich, "enthält Kulturleistungen ersten Ranges und hat viele praktische Anwendungen." "Das mag ja alles sein", werde ich gebremst, "aber das weiß doch niemand. Kein Mensch weiß, was die Mathematiker eigentlich treiben, was Mathematik ist und was sie uns nützt. (...) Ihr Mathematiker habt die Pflicht, uns zu erklären, was ihr macht. Nicht alles, aber doch so viel, daß wir anderen ein bißchen was verstehen. Das kann doch nicht so schwer sein." (Albrecht Beutelspacher: "In Mathe war ich immer schlecht ..."; Vieweg Verlag 2001, S. vi) Das ist auch nicht so schwer:
Die Informatik ermöglicht zum Beispiel das Experimentieren in einem virtuellen Labor, in dem Szenarien durchgespielt werden können, die sich dem physischen Experiment verschließen: Landungen auf fremden Planeten, Schnitte durch lebende Wesen zur Diagnose oder zur Vorbereitung von Operationen, Bevölkerungsentwicklungen unter verschiedenen Voraussetzungen, Auswirkungen von Katastrophen technischer oder natürlicher Art, etwa den Ausfall von Steuerungen in Energiesystemen, Erdbeben oder Tankerunfälle. Für die einen sind solche Möglichkeiten Grund zur Euphorie, andere warnen vor zu viel Glaube an das Machbare ohne Abschätzung der Folgen. Die gesellschaftliche Verantwortung der Informatiker als unmittelbar an diesen Prozessen Beteiligte ist in jedem Fall deutlich gestiegen, und sie nimmt weiterhin zu.
Neben der falschen Gleichsetzung von Informatik mit reiner Programmierarbeit sieht ein weiteres oft gehörtes Vorurteil den typischen Informatiker als nächtelang einsam vor dem Computer hockenden Hacker. Das ist natürlich Unsinn, aber leider mit ein Grund für den immer noch niedrigen Frauenanteil unter den Studierenden. Dabei ist das Studium gleichermaßen für Männer und Frauen geeignet, und in unserer modernen, von der Informatik stark geprägten Gesellschaft ist es besonders wichtig und unserem Institut ein besonderes Anliegen, dass immer mehr Frauen bei der Entwicklung von Technologien und Anwendungen mitwirken. Dass sie dabei bis in die höchsten Führungspositionen kommen können, zeigt das Beispiel von Monika Henzinger, die lange Zeit Forschungsdirektorin bei Google war und seit 2004 eine Professur an der EPFL in Lausanne inne hat.

