Struktur und Inhalte
Der Master-Studiengang umfasst Module aus den folgenden Bereichen:
Zwei Vorlesungen in Informatik-Theorie richten sich speziell an die Studierenden der Angewandten Informatik und sind von diesen als Pflichtveranstaltungen zu belegen. Diese Vorlesungen führen die Studierenden verwandter Studiengänge in die formellen Methoden und theoretischen Grundlagen der Informatik ein. Inhalt der ersten Vorlesung sind die Algorithmen-Theorie, Datenbanken und Softwaretechnik. Die zweite Vorlesung behandelt formelle Sprachen, Komplexität und Logik. Diese beiden Veranstaltungen legen die Basis für eine erfolgreiche Fortsetzung des Studiums.
-
Informatik-Theorie I
-
Informatik-Theorie II
-
Algorithmentheorie
-
Rechnerarchitektur
-
Softwaretechnik
-
Grundlagen der künstlichen Intelligenz
-
Einführung in die Bildverarbeitung
-
Datenbanken
Studierende beider Master-Studiengänge müssen zwei Kursvorlesungen belegen (es sei denn sie haben bereits zuvor Lehrveranstaltungen in diesen Bereichen absolviert).
Spezialvorlesungen werden in folgenden Bereichen angeboten:-
Algorithmen und Datenstrukturen
-
Rechnerarchitektur
-
Softwaretechnik
-
Programmiersprachen
-
Künstliche Intelligenz
-
Computergraphik
-
Mustererkennung und Bildverarbeitung
-
Datenbanken und Informationssysteme
-
Maschinelles Lernen und natürlichsprachliche Systeme
-
Autonome Intelligente Systeme
-
Robotik
-
Computer-Netzwerke und Telekommunikation
-
Paralleles und verteiltes Rechnen
-
Betriebssysteme
-
Kommunikationssysteme
-
Computergestützte neue Medien
-
Informatik und Gesellschaft
Eine Spezialvorlesung dauert in der Regel ein Semester (13 bis 15 Wochen) und umfasst drei Stunden Vorlesung und eine Stunde Übung pro Woche (3L+1E). In der Vorlesung werden die theoretischen Aspekte erklärt, in den Übungen lernen die Studierenden das Gelernte anhand von Aufgaben anzuwenden.
Anwendungsfächer: Studierende der Informatik müssen in der Regel drei Lehrveranstaltungen fachfremder Wahlmodule belegen. Die fachfremden Wahlmodule werden in der Regel von anderen Instituten oder Fakultäten angeboten. Studierende der Angewandten Informatik können abhängig von ihren Vorkenntnissen bis zu zwei fachfremde Wahlmodule in einem Anwendungsbereich belegen. Folgende Anwendungsbereiche werden angeboten:
-
Bioinformatik
-
Mikrosystemtechnik
-
Kognitionswissenschaften
-
Mathematik
-
Physik
-
Psychologie
-
Medizin
-
Praktika, die den Studierenden die Möglichkeit geben, praktische Erfahrungen zu sammeln, indem sie größere Projekte eines Spezialgebiets bearbeiten.
-
Seminare, in denen die Studierenden Referate zu bestimmten Themen ausarbeiten, halten und diskutieren.
-
Ein Team-Projekt: Im dritten Semester werden die Studierenden in die laufende Forschungsarbeit des Instituts einbezogen. Sie wählen eine Abteilung und einen Professor als ihren Mentor aus und arbeiten in einem kleinen Team von Master-Studenten an einem konkreten Projekt. Auf diese Weise werden die Studierenden mit konkreten Forschungsfragen einer der sechs Abteilungen konfrontiert. Neben technischen Fähigkeiten lernen die Studierenden dabei, ihre Arbeit zu strukturieren und in einem Team zusammen zu arbeiten und zu kommunizieren.
-
Eine Masterarbeit: Während des vierten und letzten Semesters arbeiten die Studierenden an ihrer Masterarbeit. Ziel der Masterarbeit ist, eine Fragestellung aus der Forschung in Zusammenarbeit mit einem Professor und seinen Mitarbeitern wissenschaftlich zu bearbeiten.
Evaluation und Kreditpunktesystem
-
Individueller Studienplan: Die Studierenden können ihren Studienplan im Rahmen der durch die Prüfungsordnung festgesetzten Vorgaben aufgrund ihrer persönlichen Vorstellungen frei zusammenstellen. Es kann jedoch sein, dass abhängig von der fachlichen Ausrichtung des vom jeweiligen Studierenden absolvierten Bachelor-Studiums, nicht alle Spezialisierungsbereiche wählbar sind.
-
Prüfungen: Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Es gibt mündliche und schriftliche Prüfungen.
-
Kreditpunkte: Für jede erfolgreich absolvierte Prüfung erhält der Studierende Kreditpunkte gemäß des European Credit Transfer System (ECTS).
Unterrichtssprache
Die Master-Studiengänge sind zweisprachig. Die Lehrveranstaltungen werden in Englisch und/oder Deutsch angeboten. Deshalb werden von den Studierenden sowohl Englischkenntnisse als auch Grundkenntnisse der deutschen Sprache erwartet. Für die Bewerbung ist jedoch kein Deutsch-Test erforderlich; die Bewerber sollten lediglich nachweisen, dass sie über ausreichende Deutschkenntnisse (mindestens 400 Stunden) verfügen. Außerdem wird ein TOEFL-Zertifikat oder der Nachweis eines anderen anerkannten Englisch-Tests vorausgesetzt. Studieninteressenten, die ihre Sprachkenntnisse während oder vor Antritt des Studiums verbessern möchten, bietet die Universität ein reichhaltiges Angebot an Sprachkursen.