Institut für Informatik - Universität Freiburg
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FAQ


Ich bin kein Computerfreak, könnte das Informatikstudium trotzdem für mich interessant sein?

Informatik ist nicht unbedingt etwas für Computerfreaks. Die Hauptsache ist, dass man Spaß am systematischen, abstrakten Denken hat. Deshalb sollte man in der Schule mit der Mathematik nicht ganz auf  Kriegsfuß gestanden haben.

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Muss ich bereits Programmieren können, bevor ich mein Studium beginne?

Nein, es wird nicht vorausgesetzt, dass Studienanfänger/innen bereits programmieren können. Es ist natürlich hilfreich, wenn bereits Vorkenntnisse vorhanden sind, die grundlegenden Kenntnisse aber werden während des Studiums beigebracht, die man dann selbständig vertiefen sollte.

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Brauche ich ein Notebook?

Nein, ein eigenes Notebook ist keine Voraussetzung für ein Informatikstudium. Es ist zwar vorteilhaft, einen eigenen Rechner (zu Hause oder als Laptop unterwegs) zur Verfügung zu haben, aber prinzipiell kann auch ohne studiert werden. Den Studierenden stehen in Freiburg verschiedene Rechner-Pools zur Verfügung. In diesen Räumen, die mit unterschiedlichen Computern ausgestattet sind, können sie ihre praktischen Hausaufgaben bearbeiten, programmieren, evtl. speziell benötigte Programme (z.B. Mathematik-Software) benutzen, E-Mails schreiben und anderes mehr. Ebenfalls stehen in den Rechner-Pools auch Drucker zur Verfügung, die von den Studierenden preisgünstig genutzt werden können.

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Welche Programmiersprachen werden während des Studiums verwendet?

An der Freiburger Universität wird hauptsächlich die Programmiersprache Java verwendet. Im ersten Semester wird sie von Grund auf besprochen und gelernt, und zwar zusammen mit einer funktionalen Programmiersprache wie Haskell.
Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt man während des Studiums jedoch auch mit Sprachen wie PHP, Perl, C (in versch. Varianten), XML/HTML und anderen in Kontakt. Diese werden aber nicht ausführlich unterrichtet, sondern müssen im Selbststudium erlernt werden oder in Kursen wie z.B. beim Sommercampus in der vorlesungsfreien Zeit. In speziellen Veranstaltungen/Vorlesungen können auch Sprachen wie Assembler, VHDL u.a. auftauchen. Nach Oben

Bekomme ich als Informatik-Student/in Betriebssysteme und andere Software verbilligt oder gar umsonst?

Ja, für Studierende der Informatik gibt es beim Erwerb von Software Vergünstigungen. Sowohl Betriebssysteme als auch andere Software können z.B. über das Rechenzentrum verbilligt oder gar umsonst bezogen werden.
http://portal.uni-freiburg.de/rz/dienste

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Arbeiten Informatiker/innen bevorzugt mit einem bestimmten Betriebssystem?

Grundsätzlich haben die Windows-Systeme unter Informatiker/innen eher einen schlechten Ruf , da hier kaum zu durchschauen ist, wie etwa einzelne Prozesse arbeiten. Viele nutzen daher alternative Betriebssysteme wie Unix, Linux oder auch Mac OS. Da es aber viele Programme gibt, die nur unter Windows zur Verfügung stehen, werden natürlich auch die Microsoft-Systeme genutzt.
Am Institut für Informatik gibt es verschiedene Rechner-Pools mit jeweils unterschiedlicher Ausstattung, die den Studierenden zur Verfügung stehen (Linux, SUN, Windows).

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Muss ich in der Schule sehr gute Noten in Mathematik, Physik und anderen Naturwissenschaften gehabt haben, um Informatik in Freiburg studieren zu können?

Es gibt bei der Bewerbung um einen Studienplatz in Informatik in Freiburg ein sogenanntes „Eignungsfeststellungsverfahren“. Dies ist keine Prüfung, sondern bezeichnet ein Verfahren, bei dem aus verschiedenen Schulnoten (Abitursnote, Mathematik-Noten, Noten aus sprachlichen Fächern sowie Noten aus Naturwissenschaftlichen Fächern) ein Punkte-Schnitt errechnet wird. Unter anderem von diesem Punkte-Schnitt hängt ab, ob jemand als geeignet gilt und somit zum Studium zugelassen wird. Einigermaßen gute Noten sind daher von Vorteil.
Entscheidend ist jedoch der Spaß an der Anwendung mathematischen Wissens: Wer trotz guter Schulnoten mit abstrakten und mathematischen Gedankengängen nicht viel anfangen kann, sollte sich möglicherweise besser für ein anderes Studienfach entscheiden. Was die naturwissenschaftlichen Fächer angeht sind gute Noten nicht so wichtig. Wer ein bestimmtes Fach als „Nebenfach“ bzw. fachfremde Wahlmodule machen möchte, sollte darin allerdings ausreichende schulische Grundkenntnisse mitbringen.

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Sind die Mathematik und die anderen Naturwissenschaften am Institut sehr anspruchsvoll?

„Anspruchsvoll“ ist ein relativer Begriff. Deshalb ist diese Frage nicht ganz einfach zu beantworten. Seit einigen Jahren werden die Mathematikvorlesungen am Institut für Informatik nicht mehr gemeinsam mit den Studierenden des Mathematischen Instituts gehalten, sondern sind auf die Kenntnisse abgestimmt, die man in der Informatik und in den Ingenieurswissenschaften braucht. Dennoch werden natürlich theoretische Grundlagen oder mathematische Beweis-Verfahren behandelt, die manchen Studierenden zwar als sehr anspruchsvoll erscheinen mögen, die aber notwendig sind für viele Gebiete in der Informatik.

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Kann ich meine Mathematik-Kenntnisse vor Beginn des ersten Semesters in einem speziellen Kurs auffrischen?

Die Fachschaft der Informatik bietet vor dem Beginn des Wintersemesters, zu dem die Erstsemester ihr Studium anfangen, einen Mathe-Vorkurs an, bei dem mathematische Kenntnisse, die man für die Anfänge des Informatik-Studiums brauchen kann, aufgefrischt werden. Dieser Vorkurs findet ihm Rahmen der Einführungswoche statt.

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In welcher Sprache finden die Vorlesungen und anderen Veranstaltungen statt?

Die meisten Vorlesungen werden in Deutsch gehalten, allerdings gibt es einige Veranstaltungen wie Seminare, Teile von Vorlesungen oder auch ganze Spezial- bzw. Vertiefungsvorlesungen, die in englischer Sprache gehalten werden, zum Teil auch von Gastprofessoren aus dem Ausland. Außerdem ist ein großer Teil der Fachliteratur nur in Englisch vorhanden. Auch werden viele Fachbegriffe nicht mehr ins Deutsche übersetzt (Internet, Browser, Client etc.).

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Ich habe allgemeine Schulkenntnisse in Englisch. Kann ich damit den Inhalten englischsprachiger Veranstaltungen folgen?

Zu Beginn gibt es sicherlich einige Formulierung oder Fachbegriffe, die noch nicht bekannt sind. Allerdings kann es auch bei einer Vorlesung in Deutsch vorkommen, dass bestimmte Begriffe oder Redeweisen (noch) nicht verstanden werden, was aber kein Grund zu schämen ist.

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Bietet das IIF oder die Universität Freiburg spezielle Sprachkurse für Informatiker/innen an?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine solchen Sprachkurse. Es ist jedoch geplant, in Zukunft bei ausreichendem Interesse solche Kurse (z.B. als Sommerkurse)anzubieten, etwa „Deutsch für den Bereich Mathematik und Informatik“ für Ausländer und „Englisch für den Bereich Mathematik und Informatik“ für deutschsprachige Studierende.

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Wenn ich in bestimmten Fächern Schwierigkeiten mit dem Stoff habe: Gibt es am IIF so etwas wie Repititorien oder interne Nachhilfeangebote, zum Beispiel von Studierenden höherer Semester?

Es gibt keine offiziellen Repititiorien oder ein von der Fakultät organisiertes Nachhilfeangebot. Hier sollten die Studierenden selbst tätig werden und sich bei Bedarf an Studierende aus höheren Semestern oder – als Vermittler – an die Fachschaft wenden. Eigeninitiative dieser Art gehört zur Selbständigkeit, die an einer Universität verlangt wird.

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Das Bachelor-Studium dauert sechs Semester. Was, wenn ich acht brauche?

Leider gibt es tatsächlich immer wieder einige Studierende, die die benötigten Prüfungsleistungen nicht in den vorgegebenen 6 Semestern schaffen und daher länger brauchen. Für das Studium selbst hat das keine Folgen, wirkt sich aber negativ auf den Geldbeutel aus, da 2 Semester länger Studiengebühren bezahlt werden müssen.
Beim Bachelor-Studium Informatik gibt es nur eine einzige wichtige zeitliche Grenze: Bis zum Ende des dritten Semesters muss die Orientierungsprüfung bestanden sein, sonst ist das Studium beendet. Diese Orientierungsprüfung ist jedoch keine reale Prüfungssituation, sondern ist in dem Moment bestanden, in dem Prüfungsleistungen im Umfang von 15 ECTS-Kreditpunkten bestanden wurden. Dies kann aber auch schon nach dem ersten Semester der Fall sein, etwa nach Bestehen der Pflichtveranstaltungen „Mathematik 1“ und „Informatik 1“ (jeweils 8 ECTS-Punkte).

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Kann ich mit dem Bachelor gleich in die Industrie wechseln oder brauche ich dafür einen höheren Abschluss?

Der Bachelor ist ein vollwertiger, erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss und berechtigt daher auf jeden Fall zum Einstieg in den Arbeitsmarkt der Industrie. Natürlich sind höhere Abschlüsse oft gerne gesehen und bringen meist auch ein höheres Einstiegsgehalt mit sich. Zwingend notwendig ist ein weiterer Abschluss jedoch nicht.

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Mit welchem Abschluss habe ich die besten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt?

Das kommt darauf an, welche Berufsvorstellungen man hat. Wenn man in einer leitenden Position (z.B. als Projektmanager/in) tätig sein will, sollte man einen Master- oder Promotionsabschluss mitbringen. Will man aber z.B. in der Softwareentwicklung als Teamarbeiter/in einsteigen, ist ein Bachelor oft ausreichend – hier kann ein Master schon als „überqualifiziert“ gelten.
Generell sind zurzeit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Informatiker/innen sehr gute Chancen, wenn man in eine bestimmte Richtung qualifiziert ist und sich nicht scheut, das auch selbstbewusst zu zeigen. Eine Bemerkung wie „Ich kann mich eigentlich in alle Gebiete einarbeiten“ dürfte sich dagegen bei einem Bewerbungsgespräch nicht sonderlich gut machen …

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Wie viele Studierende hat das IIF?

Zurzeit studieren In Freiburg etwa 600 Student/innen Informatik als Hauptfach (Bachelor, Master, Lehramt, noch Diplom etc.). Hinzu kommen noch die Studierenden, die Informatik als Nebenfach zu einem anderen Fach belegt haben.

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Wie hoch ist der Anteil der Frauen unter den Studierenden an der Freiburger Informatik?

Momentan sind ca. 15% der Hauptfachstudierenden weiblich, mit leicht steigender Tendenz in den letzten Jahren.

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Gibt es Studienangebote, die sich besonders an Frauen wenden?

Es gibt Veranstaltungen, die sich speziell an weibliche Studierende richten. So findet z.B. die Informatica Feminale Baden-Würrtemberg abwechselnd in Furtwangen und in Freiburg statt. Es gibt zudem eine eigene Frauenbeauftragte an der Fakultät für Angewandte Wissenschaften.

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Was ist der Unterschied des Informatikstudiums an der Universität, einer Fachhochschule (FH) oder einer Berufsakademie (BA)?

Das Studium an einer FH oder BA ist mehr auf die berufliche Praxis ausgerichtet als an einer Universität, wo eine breite wissenschaftliche Ausbildung im Mittelpunkt steht – dazu gehört unter anderem auch die Vermittlung neuester Forschungsergebnisse. An der Universität wird viel Wert auf theoretische und methodische Grundlagen gelegt, die dann die eigenständige Forschung und das selbständige Weiterlernen ermöglichen. Daher sind hier Selbständigkeit und Flexibilität bereits im Studium sehr wichtig. An einer BA oder FH konzentriert man sich dagegen auf konkrete, pratkische Problemstellungen und weniger auf das abstrakte und analytische Denken. Im Fokus stehen hier oft enger gefasste Spezialrichtungen der Informatik wie Medien-Informatik oder Kommunikation, die dann mit Firmenpraktika in Betrieben praktische Einblicke in diese Bereiche der Berufswelt bieten.

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Warum gibt es den Diplomabschluss nicht mehr?

Im Zuge der Bologna-Reform werden alle Hochschulabschlüsse in den Ländern Europas angeglichen, um eine bessere Vergleichbarkeit – und somit einen einfacheren Wechsel von einer Uni zur anderen – zu erreichen. Dies bedeutet, dass das alte System von Deutschland (mit Diplom, Magister etc.) in das neue Bachelor/Master-System überführt wird. Dieser Prozess muss bis zum Jahr 2010 bundesweit abgeschlossen sein, so dass es danach an deutschen Universitäten keine Diplomabschlüsse mehr geben wird. Bachelor und Master zusammen sind mit dem bisherigen Diplom voll und ganz vergleichbar.

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Muss ich Studiengebühren bezahlen?

Ja. Seit dem Sommersemester 2007 müssen an vielen deutschen Universitäten Studiengebühren bezahlt werden, so auch in Freiburg. Momentan sind dies 500 Euro pro Semester. Hinzu kommen noch Verwaltungs- und Sozialgebühren.

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Es heißt immer, Informatiker/innen rechnen den ganzen Tag – oder lassen rechnen. Was rechnen die eigentlich?

Der Begriff „Rechnen“ bezieht sich in der Informatik auf das Anwenden von Algorithmen. Ein Algorithmus ist eine Folge von formalen Rechenschritten zur Lösung eines Problems. Typische Probleme in der Informatik sind das Sortieren von Datenmengen, das Suchen in Datenmengen, die Nachweise der Korrektheit eines Verfahrens u.a. Informatiker/innen müssen nach ihrer Ausbildung in der Lage sein, ein Anwendungsproblem in eine abstrakte, formale Form zu bringen, die dann mit Algorithmen gelöst werden kann.

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Wie abwechselungsreich ist das Informatikstudium in Freiburg?

Die ersten 3 Semester des Bachelor-Informatikstudiums sind bezüglich der Fächerauswahl recht stark vorgegeben, aber danach kann man sich aussuchen, in welcher Richtung man sein Spezialgebiet wählt –  etwa Künstliche Intelligenz/Robotik, Bildverarbeitung/Computergraphik, Datenbanken und Kommunikation, Rechnerarchitektur, Softwareentwicklung, Netzwerke und vieles andere mehr, je nach persönlichem Interesse und nach den eigenen Stärken.

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Wie fachübergreifend ist das Informatikstudium in Freiburg?

In den Studienplan sind so genannte „fachfremde Wahlmodule“ eingearbeitet – das bedeutet, dass man sich aus der folgenden Liste ein Fach aussucht, in dem man dann ein paar Veranstaltungen besucht und so ein mögliches Anwendungsgebiet der Informatik näher kennenlernt. In Freiburg sind das die Fächer:

  • Bioinformatik
  • Geowissenschaften
  • Kognitionswissenschaft
  • Mathematik
  • Medizin
  • Meteorologie
  • Mikrosystemtechnik
  • Physik
  • Psychologie
  • Wirtschaftswissenschaften
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