Geschichte
2005 Im Zuge des so genannten „Bologna-Prozesses“, mit dem in
Deutschland und anderen europäischen Staaten ein gestuftes und
vergleichbares Studiensystem umgesetzt werden soll, wird mit dem
Wintersemester 2004/05 auch am Freiburger Institut für Informatik der
Diplomstudiengang vollständig durch einen Bachelor-Studiengang ersetzt.
Ergänzt wird dieser durch die zwei Master-Studiengänge Informatik und
Angewandte Informatik.
2004 Nach 18-monatiger Bauzeit wird das neue Forschungsgebäude der Fakultät eingeweiht. Der hochflexible, transparente Bau soll Raum für Projekte bieten, für die überdurchschnittlich hohe Drittmittel eingeworben wurden.
2003 Erstmals bietet das Institut für Informatik den Lehramtstudiengang Informatik als Hauptfach an.
Auf dem Gelände der Fakultät wird eine zylindrische
Lochblech-Skulptur von Olaf Metzel eingeweiht. Sie ist das zweite
Kunst-am-Bau Objekt, das das Land Baden-Württemberg auf dem Campus
realisiert. Eine erste große Installation war bereits zur Eröffnung des
Gebäudes 101 vorgestellt worden: Dennis Oppenheims Skulptur „Jump and
Twist“.
2002 Das Institut für Informatik entwickelt sich wie die gesamte Fakultät überproportional erfolgreich. Nachdem im Wintersemester 1996/97 bereits die angestrebte Zahl von jährlich 100 Erstsemestern im Diplomstudiengang Informatik erreicht wurde, steigt die Zahl bis Ende 2002 auf knapp 200 (Quelle: Zeit). Insgesamt sind an der Fakultät für Angewandte Wissenschaften nun rund 850 Studierende eingeschrieben. Die Landesregierung trägt dem wachsenden Platzbedarf Rechnung und beauftragt das Bauamt der Universität mit der Planung eines weiteren Forschungsgebäudes. Auf Grundlage eines Aktionsprogramms der Landesregierung richtet das Institut für Informatik einen neuen Bachelorstudiengang Informatik ein.
2001 Das Institut für Informatik startet den international
orientierten, vom DAAD unterstützten Masterstudiengang Applied Computer
Science.
2000 Erwin Teufel, Ministerpräsident von Baden-Württemberg,
übergibt die sanierten Altbauten der Informatik, die Neubauten der
Mikrosystemtechnik und das Gebäude 101 an die Universität Freiburg.
1996 Mit dem Spatenstich zum Neubau des Instituts für Mikrosystemtechnik nimmt der neue Campus am Flugplatz auch städtebaulich Gestalt an. Zeitgleich entsteht das markante Gebäude 101 mit der Bibliothek, Multimedia-Vorlesungssälen, Übungsräumen und dem Dekanat.
1995 Nach der Berufung der ersten Professuren und der
Besetzung aller Leitungsämter nimmt die Fakultät ihren Betrieb auf. Die
erste Fakultätsratssitzung wählt Professor Wolfgang Menz,
geschäftsführender Direktor des Instituts für Mikrosystemtechnik
(IMTEK), zum Dekan und Professor Thomas Ottmann, Inhaber des Lehrstuhls
Algorithmen und Datenstrukturen am Institut für Informatik, zum
Prodekan. Zeitgleich bezieht das Institut für Informatik die sanierten
Lehr- und Seminarräume an der Georges-Köhler-Allee.
1994 Ein Kabinettsbeschluss der Landesregierung beendet die
Planungsphase für die neue Fakultät und leitet deren Aufbauphase ein.
Daraufhin ändert der Große Senat die Grundordnung der Universität
Freiburg und nimmt die „15. Fakultät für Angewandte Wissenschaften“
(heute 11. Fakultät) darin auf. Standort wird nach Verhandlungen mit
der Stadt Freiburg ein ehemaliges Kasernengelände am Flugplatz rund
zwei Kilometer nordöstlich der Innenstadt, das bis in die 1990er Jahre
von der französischen Militärregierung genutzt wurde. Im Wintersemester
1994/95 schreiben sich bereits die ersten Studierenden in den
Diplomstudiengang Informatik ein.
1992 Im Juli stimmt der Wissenschaftsrat der Einrichtung
einer Fakultät für Angewandte Wissenschaften mit den Fächern Informatik
und Mikrosystemtechnik an der Universität Freiburg zu.
1991 Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
prüft, ob sich der Bund zu 50% an den Kosten der Realisierung der neuen
Fakultät in Freiburg beteiligt.
1989 Lothar Späth, Ministerpräsident von Baden-Württemberg,
erklärt die grundsätzliche Bereitschaft der Landesregierung, das
Vorhaben der Neugründung zu unterstützen. Ende des Jahres setzt der
zuständige Ministerrat eine Gründungskommission ein, die Empfehlungen
für das künftige Profil der Studiengänge und Lehrstühle geben soll. Die
Kapazität der Fakultät mit beiden Instituten ist auf rund 1000
Studierende ausgelegt.
1988 Max Syrbe, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft,
empfiehlt der baden-württembergischen Landesregierung die Einrichtung
einer Technischen Fakultät an der Universität Freiburg. Ziel der
Initiative, die von der IHK Südlicher Oberrhein und dem WVIB
unterstützt wird, ist die „Stärkung der technologischen und
wissenschaftlichen Infrastruktur für die Wirtschaft im südbadischen
Raum“. Angesichts des Ende der 80er Jahre prognostizierten
Ingenieursmangels schlagen die Initiatoren als fachliche Schwerpunkte
Elektrotechnik und Maschinenbau vor.
Professor Christoph Rüchardt, Rektor der Universität Freiburg, legt
der Landesregierung ein überarbeitetes Konzept der Initiative vor:
Schwerpunkte der künftigen Fakultät sollen nun Informatik,
Mikrosystemtechnik, und Materialwissenschaften sein. Rüchardt betont
dabei die wachsende Bedeutung der Informatik als Schlüsseldisziplin für
alle anderen Fachdisziplinen.

